Lokale KI für die Praxis, Patientendaten bleiben bei dir
Lokale KI verarbeitet Patientendaten auf einem Server in deiner Praxis, sodass nichts davon an einen Cloud-Anbieter geht.
Läuft lokal · Daten bleiben in der Praxis · Software aus Dresden
Was bedeutet lokale KI für eine Arztpraxis?
Lokale KI bedeutet, dass die künstliche Intelligenz auf einem Server in deiner Praxis läuft und nicht auf den Servern eines Cloud-Anbieters. Arztbriefe, Befunde und Anfragen werden vor Ort verarbeitet. Patientendaten werden nirgendwo hin übertragen, du entscheidest selbst, wer sie sieht, und die Schweigepflicht bleibt gewahrt.
Patientendaten sind besonders geschützt, durch die DSGVO und durch die ärztliche Schweigepflicht. Unten stehen die Fragen, die Praxen vor der Einführung am häufigsten stellen. Kurz gesagt: Wo verarbeitet wird, entscheidet über den Datenschutz. Das Werkzeug dafür ist Arasul. Arasul hostet Apps auf deinem Server, hier also auf einem Server in der Praxis, und die Sprachmodelle rechnen auf demselben Server.
Wofür Praxen lokale KI konkret nutzen
Dokumentation, Kommunikation und Organisation. Keine Diagnose-Automatisierung, denn dort verläuft die rechtliche Grenze zum Medizinprodukt.
Arztbriefe entwerfen
Aus dem Rohtext der Dokumentation entsteht der strukturierte Brief mit Anamnese, Befund, Beurteilung und Procedere. Der Arzt liest und zeichnet ab.
Befunde zusammenfassen
Längere Befundberichte und Anamnesebögen auf das Wesentliche verdichtet, mit Hinweis auf Vorerkrankungen und Dauermedikation.
Anfragen vorsortieren
Eingehende Anliegen aus Kontaktformular, E-Mail und Notiz sortieren und Rezeptwünsche von akuten Beschwerden trennen. Das entlastet die Anmeldung.
Dokumentensuche vor Ort
Fragen an die eigenen Praxisunterlagen, Leitlinien und Formulare, ohne dass ein einziges Dokument die Praxis verlässt.
Wichtig: Ein lokal aufgesetztes Sprachmodell ist kein Diagnosesystem und darf auch nicht als solches genutzt werden. Sobald Software dazu bestimmt ist, Diagnosen oder Therapieentscheidungen vorzuschlagen, wird sie zum Medizinprodukt mit eigenem Zulassungsweg. Die abschließende Verantwortung für Diagnostik und Behandlung bleibt immer bei der Ärztin oder dem Arzt.
Apps und Ordner auf dem Server der Praxis
Jede Aufgabe von oben wird eine interne App. Deine internen Apps entstehen mit dem offenen Ara-Kit in Claude Code und laufen auf deinem eigenen Server. Arasul meldet das Praxisteam an, und welche App eine Mitarbeiterin sieht, gibt der Admin frei. Nur beim Bauen arbeitet Claude Code außerhalb der Praxis; dafür reichen Beispieldaten ohne Patientenbezug.
Daneben hält Arasul das Wissen der Praxis als einen Ordner auf dem Server, den Coding-Agenten als Kontext lesen: Leitlinien, Formulare und Abläufe. Was ein externer Agent aus dem Ordner zu sehen bekommt, legen die Rechte je Ordner und Person fest, und Patientendaten gehören nicht in den Teil, den er sieht. Wie Ordner und Apps zusammenspielen, zeigt die Seite Apps; was zu Arasul sonst gehört, vom Ausgang der Apps bis zur Sicherung auf eine SSD, steht in den häufigen Fragen.
Darf eine Arztpraxis KI mit Patientendaten nutzen?
Ja, aber unter strengen Bedingungen. Patientendaten sind Gesundheitsdaten und damit besondere Kategorien nach Artikel 9 DSGVO, deren Verarbeitung grundsätzlich verboten ist, solange kein Ausnahmetatbestand greift. Für Praxen greift meist Artikel 9 Absatz 2 Buchstabe h für Diagnostik und Behandlung. Das gilt allerdings nur, wenn Personen die Daten verarbeiten, die dem Berufsgeheimnis unterliegen. Ein Cloud-Anbieter unterliegt dem nicht und muss eigens verpflichtet werden. Läuft die KI dagegen lokal in der Praxis, werden die Daten nirgendwo hin übertragen und es entsteht kein Vorgang, den du gegenüber Dritten absichern musst.
Ist ChatGPT in der Arztpraxis DSGVO-konform?
Nicht ohne Weiteres. Sobald jemand einen Arztbrief oder einen Befund in ein öffentliches KI-Tool kopiert, fließen Gesundheitsdaten an einen fremden Anbieter, oft in ein Rechenzentrum außerhalb der EU. Dann brauchst du eine Rechtsgrundlage, einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Artikel 28, eine Verpflichtung des Anbieters als mitwirkende Person und bei Drittländern eine belastbare Grundlage für die Übermittlung. Das ist aufwendig und die Daten bleiben trotzdem außerhalb deiner Kontrolle. Eine lokale KI umgeht diese Kette, weil kein Dritter Kenntnis erlangt.
Verletzt Cloud-KI die ärztliche Schweigepflicht (§203 StGB)?
Sie kann es, sobald Patientendaten die Praxis verlassen. Die ärztliche Schweigepflicht nach Paragraf 203 StGB stellt das unbefugte Offenbaren fremder Geheimnisse unter Strafe, und zwar den Berufsträger persönlich. Für das Offenbaren reicht bereits, dass ein externer Anbieter die Möglichkeit hat, Kenntnis zu nehmen. Schon deshalb ist das Hochladen von Patientendokumenten auf fremde Server heikel, selbst wenn dort nie ein Mensch hineinschaut. Seit 2017 erlaubt Paragraf 203 Absatz 3 StGB die Einbindung sonstiger mitwirkender Personen wie IT-Dienstleister, aber nur, wenn sie zur Geheimhaltung verpflichtet werden und die Offenbarung erforderlich ist. Bei lokaler Verarbeitung entfällt die Offenbarung von vornherein.
Wofür nutzen Praxen lokale KI konkret?
Im Praxisalltag sieht das so aus: Nach der Sprechstunde entsteht der Arztbrief aus der eigenen Dokumentation, eingehende Anfragen sind schon vorsortiert, und die Suche nach einem alten Befund dauert Sekunden statt Minuten. Details zu den einzelnen Anwendungsfällen stehen oben auf dieser Seite. Wichtig bleibt: Der Arzt liest und zeichnet jedes Ergebnis ab, die KI stellt keine Diagnose.
Was kostet lokale KI für eine Praxis?
Lokale KI läuft auf einem Server, der in der Praxis steht, statt auf einem laufenden Cloud-Abo pro Nutzer und Monat. Typische Aufgaben einer Praxis sind Texte strukturieren, zusammenfassen und in den eigenen Unterlagen suchen. Dafür reicht ein kompakter Server, weil die nötigen Modelle deutlich kleiner sind als die in großen Rechenzentren. Einmalig zahlst du den NVIDIA DGX Spark mit eingerichtetem Arasul für rund 6.900 Euro und die Arasul-Lizenz für 5.500 Euro, beides netto. Laufend kommt Strom dazu, rund 20 Euro im Monat, gerechnet mit 90 Watt rund um die Uhr, und freiwillig die Wartung mit 2.000 Euro netto je Jahr. Kosten pro Nutzer oder pro Anfrage gibt es nicht. Gegen Cloud-KI zu 37 Euro je Nutzer und Monat liegt der Break-even bei zehn Nutzern ohne Wartung bei rund 36 Monaten, mit Wartung bei rund 68 Monaten.
Alle Annahmen und die Summen nach drei und fünf Jahren stehen in der Kostenrechnung.
Allgemeine Information, keine Rechts- oder Medizinberatung
Diese Seite erklärt, wie lokale KI die Pflichten aus DSGVO und Schweigepflicht in einer Praxis typischerweise beeinflusst. Sie ist allgemeine Information und keine verbindliche Rechts- oder Medizinberatung. Was in deinem Fall gilt, hängt von deinen konkreten Daten und Abläufen ab. Kläre die Details mit deinem Datenschutzbeauftragten und, wo nötig, mit einer Fachanwältin. Tiefer gehen zwei Artikel aus unserem Blog: zu KI und Patientendaten in der Praxis und zur Schweigepflicht nach Paragraf 203 StGB.
Bring KI in deine Praxis, ohne Patientendaten an Dritte zu geben.
Arasul hostet Apps auf deinem Server in der Praxis, ohne Cloud-Zwang und mit gewahrter Schweigepflicht. Wir rechnen dir ein Setup für deine Praxisgröße durch.
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