On-Premise KI, auf deinem eigenen Server
Lokale KI im Büro heißt: Die Modelle rechnen auf einem Server bei dir, und du bestimmst, was rausgeht.
Läuft lokal · Du bestimmst, was rausgeht · Software aus Dresden
Was bedeutet On-Premise KI?
On-Premise KI bedeutet, dass KI-Modelle auf deiner eigenen Infrastruktur laufen statt auf den Servern eines Cloud-Anbieters. On-Premise heißt wörtlich: in den eigenen Räumen. Ein Server in deinem Unternehmen führt die Sprachmodelle aus, dein Team greift darauf über das Firmennetzwerk zu, und jede Anfrage wird vor Ort beantwortet. Der Gegenentwurf ist Cloud-KI wie ChatGPT oder Copilot, bei der jede Anfrage samt Inhalt an einen Anbieter geht, oft mit Servern außerhalb der EU. Technisch braucht On-Premise KI heute kein Rechenzentrum mehr: Ein kompakter Server wie der NVIDIA DGX Spark passt auf den Schreibtisch und kommt mit einer normalen Steckdose aus. Wie lange man bei mehreren Nutzern wartet, haben wir am NVIDIA Jetson AGX Orin gemessen; die Zahlen stehen in den Fragen und Antworten.
Darunter findest du die Fragen, die Unternehmen zu On-Premise KI am häufigsten stellen: was es bringt, welcher Server passt und was es kostet. Die Software dafür ist Arasul.
Was Arasul ist
Arasul ist Software für lokale KI im Unternehmen: Sie läuft auf einem Server im Büro und hostet dort eigene Apps und KI-Agenten, mit Anmeldung, Rollen, Freigaben, Sicherung und Update. Anbieter ist Arasul, ein Einzelunternehmen von Kolja Schöpe in Dresden.
Die Modelle rechnen auf dem Server, und Arasul schickt nichts an uns. Eine App erreicht das Internet nur über den Ausgang, zu Zielen, die du einträgst; der Admin sieht, was eingetragen, genutzt und abgewiesen wurde. Was ein KI-Werkzeug wie Claude Code aus dem Firmenordner zu lesen bekommt, legst du über die Rechte fest. Für den Anfang reichen Beispieldaten ohne Personenbezug.
Arasul ist kein Chat über deine Ablage und keine Wissenssuche. Stattdessen liest ein Agent den Firmenordner, den du ihm freigibst, und eine App erledigt die Aufgabe, die bisher von Hand lief.
Alle Fragen und AntwortenStand: 30.10.2026
Cloud-KI gegen On-Premise KI
Dieselben Aufgaben, zwei Antworten auf die Fragen nach Daten, Kosten und Kontrolle.
Welche Vorteile hat On-Premise KI gegenüber Cloud-KI?
Drei Vorteile stechen heraus. Erstens der Datenschutz: Die Modelle rechnen im eigenen Netzwerk, kein KI-Anbieter liest mit, und was trotzdem rausgeht, bestimmst du. Drittlandtransfers für die KI, die du rechtlich absichern musst, gibt es nicht. Zweitens die Kosten: Statt eines Abos pro Nutzer und Gebühren pro Token zahlst du Server und Lizenz einmal, danach fallen Strom und freiwillig die Wartung an. Über drei Jahre kostet Cloud-KI in unserer Rechnung bei zehn Nutzern 13.320 Euro und bei dreißig Nutzern 39.960 Euro. Der eigene Server kostet im selben Zeitraum 19.120 Euro mit Wartung und 13.120 Euro ohne, gleich wie viele Mitarbeiter ihn nutzen. Drittens die Kontrolle: Du bestimmst ohne Vendor-Lock-in, welche Modelle laufen, wann Updates kommen und wer Zugriff hat. Zu den größten Cloud-Modellen gibt es einen Qualitätsabstand; ob er für deine Aufgabe ins Gewicht fällt, prüfst du am besten mit Beispieldaten.
Den ausführlichen Vergleich beider Welten findest du im Beitrag lokale KI gegen Cloud-KI.
Ist On-Premise KI DSGVO-konform?
On-Premise KI kann die DSGVO-Prüfung deutlich einfacher machen, weil für die KI der kritischste Punkt entfällt: die Übermittlung an Dritte. Bei Cloud-KI brauchst du eine Rechtsgrundlage, einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO und je nach Fall eine Datenschutz-Folgenabschätzung, dazu kommt das Risiko von Drittlandtransfers zu US-Anbietern. Läuft die KI dagegen auf eigener Infrastruktur, gibt es keinen externen Empfänger der Daten, keinen Auftragsverarbeiter für die KI selbst und keine Abhängigkeit von Abkommen wie dem EU-US Data Privacy Framework. Die DSGVO gilt natürlich trotzdem, etwa für Zugriffsrechte und Löschfristen in deinen eigenen Systemen. Für Berufsgeheimnisträger wie Kanzleien und Praxen kommt die Schweigepflicht als weiteres Argument dazu. Das ist keine Rechtsberatung.
Was die DSGVO beim KI-Einsatz im Detail verlangt, haben wir im Beitrag zu DSGVO-konformer KI zusammengetragen.
Welche Modelle laufen on-premise?
On-premise laufen offene Sprachmodelle, deren Gewichte frei verfügbar sind: Qwen, Mistral, gpt-oss und weitere. Die Modelle selbst kosten nichts, Gebühren pro Token fallen nicht an. Gedacht sind sie für strukturierte Aufgaben wie Angaben aus Dokumenten auslesen, Texte vorformulieren oder Inhalte zusammenfassen; wie gut ein Modell deine Aufgabe löst, zeigt ein Versuch mit Beispieldaten. Der große Vorteil gegenüber der Cloud: Die Modelle sind jederzeit wechselbar. Erscheint ein besseres offenes Modell, tauschst du es einfach aus. Das geht ohne Migration und ohne neuen Vertrag, weil alle dasselbe Standardformat nutzen. Entscheidend ist nur, dass das Modell in den Speicher deiner Hardware passt. In 128 GB einheitlichen Speicher wie beim DGX Spark passen auch große offene Modelle wie gpt-oss mit 120 Milliarden Parametern.
Welches Modell für welche Aufgabe taugt, zeigt der Vergleich offener Sprachmodelle.
Für wen lohnt sich On-Premise KI?
Für zwei Gruppen besonders. Erstens für Unternehmen mit sensiblen Daten: Kanzleien, Steuerberater und Arztpraxen sowie alle Betriebe, deren Kundendaten oder Kalkulationen nicht an einen Cloud-Anbieter gehen sollen. Hier kann On-Premise die rechtliche Prüfung deutlich entlasten. Zweitens für Teams, die KI täglich und planbar nutzen: Wer regelmäßig Rechnungen verarbeitet, Dokumente auswertet oder Texte erstellt, hat einen konstanten Bedarf. Genau dann kippt die Kostenrechnung, bei kleinen Teams allerdings spät, bei großen deutlich früher. Weniger lohnend ist On-Premise für gelegentliche Nutzung oder für Aufgaben, die das Maximum an Modellqualität erfordern. Dafür bleibt die Cloud die passende Ergänzung, dann bewusst ohne sensible Daten.
Eigener KI-Server
Die meisten Unternehmen starten mit einem einzelnen Server im Büro, auf dem Modelle und Agenten für das ganze Team laufen.
Was ist ein eigener KI-Server und was läuft darauf?
Ein eigener KI-Server ist die Hardware, auf der On-Premise KI läuft: ein Server bei dir vor Ort, auf dem Sprachmodelle und KI-Agenten lokal rechnen. Darauf laufen offene Modelle, die kostenlos verfügbar sind und sich jederzeit austauschen lassen. Dazu kommen die Apps, die diese Modelle nutzen, und Agenten für wiederkehrende Abläufe wie Rechnungen oder den Posteingang. Jede Anfrage wird auf deiner eigenen Hardware beantwortet, die Modelle rechnen im eigenen Netzwerk, und es fallen keine Kosten pro Anfrage an.
Welche Hardware brauche ich für einen KI-Server?
Für die meisten kleinen und mittleren Unternehmen ist ein kompakter Server wie der DGX Spark die passende Klasse: 128 GB einheitlicher Speicher und 273 GB/s Speicherbandbreite. Der Speicher entscheidet, welche Modelle überhaupt laufen. Die Bandbreite entscheidet, wie schnell sie antworten. Als Faustformel gilt: maximale Token pro Sekunde entspricht ungefähr der Speicherbandbreite in GB/s geteilt durch die aktive Modellgröße in GB, in der Praxis erreichen Server 60 bis 80 Prozent dieses Werts. Wichtig ist vor allem, dass das Modell komplett in den Speicher passt, sonst bricht die Geschwindigkeit drastisch ein. Mehr Personen heißt bei einem Server vor allem längere Wartezeit, weil er eine Anfrage nach der anderen rechnet.
Wie du die Geschwindigkeit vorab selbst ausrechnest, steht im Beitrag zur KI-Hardware-Auswahl für Unternehmen. Was der DGX Spark für den Einsatz im Betrieb bietet, zeigt die Seite zum DGX Spark für Unternehmen.
Wie richte ich einen KI-Server ein?
Einfacher, als viele erwarten. Mit Arasul läuft die Einrichtung über Setup-Skripte: Du schließt den Server an Strom und Netzwerk an, die Skripte machen ihn startklar, danach arbeitest du im Browser weiter. Dort legst du an, wer sich anmelden darf, und gibst jeder Person einzeln die Apps frei. Alles andere bleibt für sie unsichtbar. Die Apps selbst baust du mit dem offenen Ara-Kit an deinem Arbeitsplatz und rollst sie mit einem Befehl auf den Server. Verifiziert läuft Arasul heute auf dem NVIDIA Jetson AGX Orin, einen DGX Spark richten wir nach deiner Bestellung ein. Wer die Einrichtung nicht selbst machen will, holt sich einen Partner, sofern in seiner Region einer im Verzeichnis eingetragen ist, oder schreibt uns. Der setzt den Server auf, bindet ihn ins Firmennetzwerk ein und weist das Team ein.
Danach wächst der Server mit deinen Aufgaben: Du baust Apps für Rechnungen, Posteingang oder Angebote und gibst sie für dein Team frei. Woraus so eine App besteht und wie sie auf den Server kommt, zeigt die Seite zu den Apps.
Kosten lokaler KI
Eingerichteter Server, Lizenz, Strom und die freiwillige Wartung gegen Cloud-KI für zehn Nutzer. Den Break-even zeigen wir mit und ohne Wartung.
Einmalig
- NVIDIA DGX Spark, mit Arasul eingerichtet
- 6.900 Euro
- Arasul-Lizenz, unbefristet
- 5.500 Euro
- Einmalig zusammen
- 12.400 Euro
Laufend je Monat
- Strom
- 20 Euro
- Wartung, freiwillig
- 167 Euro
- Cloud-KI für 10 Nutzer
- 370 Euro
Break-even gegen die Cloud
- mit Wartung
- 68 Monate
- ohne Wartung
- 36 Monate
Nach 3 Jahren
- Eigener Server mit Wartung
- 19.120 Euro
- Eigener Server ohne Wartung
- 13.120 Euro
- Cloud-KI
- 13.320 Euro
Nach 5 Jahren
- Eigener Server mit Wartung
- 23.600 Euro
- Eigener Server ohne Wartung
- 13.600 Euro
- Cloud-KI
- 22.200 Euro
Annahmen: 10 Nutzer, Cloud-KI 37 Euro je Nutzer und Monat (Seats plus API-Anteil). Der Gerätepreis ist der Spark mit eingerichtetem Arasul, wie wir ihn liefern; das nackte Gerät kostet rund 5.850 Euro. Strom: 90 Watt rund um die Uhr, der obere Messwert bei Inferenz, zu 0,30 Euro je Kilowattstunde. Die Wartung (2.000 Euro je Jahr) bringt Updates und Sicherheit und ist kündbar; ohne sie bleibt die Lizenz gültig. Einrichtung vor Ort und Schulung sind nicht eingerechnet. Alle Beträge netto.
Was kostet lokale KI für ein Unternehmen?
Die Kosten teilen sich in zwei einmalige Posten und einen freiwilligen laufenden Posten. Erstens die Hardware: Ein DGX Spark kostet als nacktes Gerät rund 5.850 Euro netto, wenn du ihn über uns bestellst, Versand inklusive; mit eingerichtetem Arasul sind es 6.900 Euro. Zweitens die Arasul-Lizenz für 5.500 Euro netto, die du einmal zahlst und danach behältst. Drittens, freiwillig, die Wartung für Updates und Sicherheit mit 2.000 Euro netto je Jahr. Der Preis ist für jedes Unternehmen gleich, egal wie groß das Team ist. Dazu kommt Strom. Kosten pro Anfrage oder pro Token gibt es nicht, weil die Modelle auf deinem eigenen Server rechnen. Mit Förderung solltest du nicht fest planen: Die Bundesprogramme Digital Jetzt und go-digital sind ausgelaufen, und wer einen Server als reine Hardwareanschaffung beantragt, wird in fast jedem Länderprogramm abgelehnt. Chancen gibt es, wenn die Hardware Teil eines beschriebenen Digitalisierungsvorhabens ist, und der Antrag muss vor der Bestellung stehen.
Welche Programme je Bundesland noch laufen und was steuerlich möglich ist, steht im Beitrag zur Förderung für KI-Hardware 2026.
Ab wann rechnet sich lokale KI gegenüber der Cloud?
Der Break-even ist der Punkt, an dem die einmalige Investition günstiger geworden ist als die aufsummierten Cloud-Kosten bis dahin. Die Rechenlogik ist einfach: Du teilst die einmaligen Kosten aus eingerichtetem Server und Lizenz, zusammen 12.400 Euro, durch das, was du dir jeden Monat sparst. Das sind die Cloud-Kosten abzüglich Strom und, wenn du sie nimmst, der Wartung. Je mehr Mitarbeiter KI nutzen, desto schneller ist der Punkt erreicht. Bei zehn Nutzern liegt er mit Wartung bei rund 68 Monaten, ohne Wartung bei rund 36 Monaten. Bei dreißig Nutzern liegt er bei rund 14 Monaten mit und rund 12 Monaten ohne Wartung. Gerechnet ist mit 37 Euro Cloud-KI je Nutzer und Monat und 20 Euro Strom im Monat. Das sind Richtwerte und keine Garantie. Das Geld allein ist selten der Grund. Meist ist es, dass die KI nicht bei einem Dritten rechnen soll.
Den Preisvergleich mit einem Break-even-Rechner für deine eigenen Zahlen findest du im Beitrag zu den KI-Kosten für den Mittelstand.
KI-Server kaufen oder mieten, was ist besser?
Mieten heißt in der Praxis fast immer Cloud, also ein laufendes Abo, bei dem du pro Nutzer und pro Token zahlst und deine Daten an den Anbieter gehen. Das ist bequem und flexibel, du kannst sofort skalieren und musst nichts anschaffen. Der Nachteil: Die Kosten hören nie auf, und du hast keinen Einfluss auf Preiserhöhungen. Kaufen heißt, die Hardware und die Lizenz gehören dir und die Modelle rechnen im eigenen Netzwerk. Nach dem Break-even sparst du jeden weiteren Monat, bei kleinen Teams kommt er allerdings spät. Der Nachteil: höhere Anfangskosten und du bist an die Leistung der gekauften Hardware gebunden. Als Faustregel: Wer KI dauerhaft und mit sensiblen Daten einsetzt, fährt mit Kaufen sicherer und bei großen Teams auch günstiger. Wer nur gelegentlich testet oder maximale Modellleistung braucht, ist mit Mieten flexibler bedient.
Welche laufenden Kosten fallen bei lokaler KI an?
Planbare Kosten statt eines Abos je Nutzer. Strom kostet in unserer Rechnung rund 20 Euro im Monat, also 240 Euro im Jahr. Gerechnet ist mit dem oberen Messwert bei Inferenz rund um die Uhr, damit die Zahl eher zu hoch als zu niedrig steht. Dazu kommt die freiwillige Wartung für Updates und Sicherheit mit 2.000 Euro netto je Jahr, ab dem ersten Jahr und mit drei Monaten zum Laufzeitende kündbar. Ohne Wartung bleibt die Lizenz gültig, nur Updates gibt es dann nicht mehr. Was entfällt: Gebühren pro Nutzer und Monat, Token-Abrechnungen und jährliche Preisanpassungen des Anbieters. Bei der Cloud ist genau das umgekehrt: Dort läuft für jeden Nutzer ein Abo, jede Automatisierung kostet Gebühren pro Token, und die Daten wandern zum Anbieter.
Lokale KI im Büro. Du bestimmst, was rausgeht.
Arasul bringt eigene Apps und KI-Agenten auf einen Server bei dir, ohne Kosten pro Anfrage. Lass uns anschauen, wie das in deinem Betrieb aussieht.
Läuft lokal · Du bestimmst, was rausgeht · Software aus Dresden