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Für Kanzleien

Lokale KI für Kanzleien, im Haus

Nutze KI für Schriftsätze, Akten und Recherche, ohne ein einziges Mandantengeheimnis aus der Kanzlei zu geben. Lokal auf eigener Hardware, DSGVO-konform, mit gewahrter Verschwiegenheit.

Läuft lokal · Daten bleiben im Haus · Made in Germany

Was bedeutet lokale KI für eine Anwaltskanzlei?

Lokale KI für eine Kanzlei bedeutet, dass ein Sprachmodell auf eigener Hardware im Kanzleinetz läuft, nicht auf fremden Cloud-Servern. Schriftsätze, Akten und Mandantendaten werden vor Ort verarbeitet und verlassen das Haus nie. So bleibt die anwaltliche Verschwiegenheit gewahrt, und die DSGVO-Prüfung wird deutlich einfacher.

Darunter findest du die Fragen, die sich Kanzleien vor dem KI-Einsatz am häufigsten stellen. Kurz gesagt: Der Ort der Verarbeitung ist der größte Hebel, den du für Mandantengeheimnis und Datenschutz hast. Das lokale KI-Betriebssystem dahinter ist Ara OS, das auf deinem eigenen Server in der Kanzlei arbeitet.

Auf einen Blick

Cloud-KI gegen lokale KI in der Kanzlei

Dieselbe Aufgabe, zwei sehr unterschiedliche Folgen für Verschwiegenheit und Datenschutz.

Aspekt
Cloud-KI (ChatGPT etc.)
Lokale KI (Ara OS)
Mandantendaten
Wandern an einen externen Anbieter, oft außerhalb der EU
Bleiben auf eigener Hardware im Kanzleinetz
§ 203 StGB
Offenbaren gegenüber Drittem, Anwalt haftet persönlich
Kein Dritter mit Zugriff, Tatbestand entfällt
DSGVO-Aufwand
Rechtsgrundlage, AVV nach Art. 28, oft Folgenabschätzung
Keine Übermittlung an Dritte, deutlich einfacher
Kostenmodell
Laufendes Abo pro Arbeitsplatz
Einmalige Anschaffung, kein Nutzerlimit

Dürfen Anwälte KI nutzen?

Ja. Es gibt kein berufsrechtliches Verbot, KI in einer Kanzlei einzusetzen. Die Bundesrechtsanwaltskammer beschreibt in ihrem Leitfaden ausdrücklich, wie Anwälte KI verantwortungsvoll nutzen können. Entscheidend ist allein, wo die Daten landen. Solange keine Mandatsinformationen an einen Dritten gelangen, ist der Einsatz unproblematisch. Sobald aber ein Schriftsatz, eine Akte oder auch nur der Name eines Mandanten in ein öffentliches KI-Tool eingegeben wird, greifen Berufsrecht, DSGVO und Strafrecht gleichzeitig. Der sauberste Weg, diese Fragen gar nicht erst aufkommen zu lassen, ist ein Sprachmodell, das lokal in der eigenen Kanzlei läuft. Dann bleibt die Kontrolle vollständig bei dir, und die anwaltliche Sorgfaltspflicht ist von vornherein gewahrt.

Ist ChatGPT für Kanzleien DSGVO-konform?

Nicht automatisch. Wenn eine Anwältin einen Vertrag, einen Sachverhalt oder eine Mandantenakte in ein öffentliches KI-Tool kopiert, werden diese personenbezogenen Daten an einen externen Anbieter übertragen, oft in die USA. Nach der DSGVO brauchst du dafür eine Rechtsgrundlage, einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 und je nach Fall eine Datenschutz-Folgenabschätzung nach Art. 35. Bei US-Anbietern kommt der CLOUD Act hinzu, der die Herausgabe von Daten erzwingen kann, selbst wenn die Server in Frankfurt stehen. Mit einer Business-Vereinbarung und den richtigen Einstellungen lässt sich das theoretisch regeln, doch die Daten verlassen trotzdem deine Kontrolle. Lokale KI umgeht den größten Teil dieser Prüfungen, weil die Verarbeitung im Haus bleibt und es keine Übermittlung an einen Dritten gibt.

Verletzt Cloud-KI die anwaltliche Verschwiegenheit (§ 203 StGB)?

Sie kann es. Für Rechtsanwälte reicht DSGVO-Konformität nicht aus, denn sie sind Berufsgeheimnisträger nach § 203 StGB. Das unbefugte Offenbaren eines fremden Geheimnisses ist eine Straftat, die dem Anwalt persönlich Geldstrafe oder Freiheitsstrafe androht, nicht nur der Kanzlei ein Bußgeld. Die Bundesrechtsanwaltskammer stellt klar, dass es für ein Offenbaren nicht darauf ankommt, ob der Anbieter die Daten tatsächlich liest. Es genügt, dass er die Möglichkeit dazu hat. Damit ist bereits der Upload eines Dokuments mit Mandatsbezug auf fremde Server tatbestandsmäßig. Erfasst ist praktisch alles aus einem Mandat, sogar der bloße Umstand, dass überhaupt ein Mandat besteht. Läuft das Modell dagegen lokal, gibt es keine mitwirkende dritte Person im Sinne des § 203 Abs. 3 StGB. Der Tatbestand wird nicht gerechtfertigt, er wird schlicht nicht erfüllt.

Wofür nutzen Kanzleien lokale KI konkret?

Für die alltägliche juristische Arbeit, bei der Mandatsbezug im Spiel ist. Typische Anwendungsfälle sind Schriftsätze und Anschreiben entwerfen, Fristen und Formalien in einem Vorgang prüfen, umfangreiche Verträge und Akten in Sekunden durchsuchen und dabei mit Quellenangabe auf die konkrete Fundstelle verweisen, sowie Rechtsprechung und Argumentationslinien innerhalb des eigenen Dokumentenbestands recherchieren. Auch das Transkribieren von Diktaten und Besprechungsnotizen und das Zusammenfassen langer Verfahrensakten laufen lokal zuverlässig. Weil die KI auf deinen eigenen Dokumenten arbeitet, statt aus dem allgemeinen Internet zu antworten, sind die Ergebnisse überprüfbar und lassen sich an der Quelle kontrollieren. Genau diese Aufgaben, die sonst am Mandantengeheimnis scheitern, werden mit einem lokalen Modell zugänglich, ohne dass ein einziges Dokument die Kanzlei verlässt.

Was kostet lokale KI für eine Kanzlei?

Lokale KI ist eine einmalige Investition in eigene Hardware statt eines laufenden Abos pro Arbeitsplatz. Bei Cloud-Diensten zahlst du monatlich je Nutzer, und die Kosten steigen mit jedem Mitarbeiter und jeder Preiserhöhung des Anbieters. Eine lokale Lösung kaufst du einmal, dann gehört die KI dir, ohne Nutzerlimit und ohne Konto, das jemand abschalten kann. Konkrete Preise für Kanzleien geben wir dir gern nach einem kurzen Gespräch über deine Kanzleigröße und die geplanten Anwendungsfälle. Am einfachsten ist es, wenn du uns direkt kontaktierst und wir dir ein passendes Setup zusammenstellen.

Mehr zur rechtlichen Tiefe

Warum DSGVO-Konformität allein die Schweigepflicht nicht löst, erklärt der Beitrag zu KI und § 203 StGB für Berufsgeheimnisträger. Die Grundlagen des Datenschutzes findest du im Beitrag zu DSGVO-konformer KI.

Allgemeine Information, keine Rechtsberatung

Diese Seite erklärt, wie lokale KI Verschwiegenheit und DSGVO in Kanzleien typischerweise berührt. Sie ist allgemeine Information und keine Rechtsberatung. Deine Pflichten hängen vom konkreten Mandat und den betroffenen Daten ab, prüfe die Einzelheiten daher mit deinem Datenschutzbeauftragten oder im Berufsrecht.

Bring KI in deine Kanzlei, ohne Mandantendaten aus dem Haus zu geben.

Ara OS bringt private KI auf deine eigene Hardware. Lokal, DSGVO-konform, mit gewahrter Verschwiegenheit. Wir zeigen dir, wie das für deine Kanzlei aussieht.

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